Montag, 23. April 2018

Frühlingsboten




Ich habe noch nie Karten gebastelt, dies ist mein erster Versuch.
Ich finde dieses Format für mich einfach zu klein.
Auch standen mir nur wenige Utensilien dafür zur Verfügung, Profis (deren
 Blogs ich besuche), besitzen da ganz sicher mehr.
Ich habe häufig das Gefühl, dass Basteltrends hauptsächlich deswegen ins Leben gerufen werden, weil dann wieder jede Menge Zeug neu gekauft wird. 
Womit man das gut machen kann.
Das ist nicht so mein Ding, ich gehe wieder zurück zu grösseren Formaten und 
Collagen aus dem, was sowieso da ist. Um meine Geschichten zu erzählen.
Ohne etwas extra zu kaufen. Vom Klebstoff einmal abgesehn.

Aber es hat mir natürlich auch mal Spass gemacht.
In welchem Briefkästen die nun landen... bleibt eine Überraschung.

Geteilt mit der Aktion Haupt Frühlingsboten

I still love you




*


If two who tolerate each other so long
Do not get on your nerves,
then one can say of them:
The two must understand each other.
That was not always like that, oh no,
the first intoxication soon disappeared
and it happened, the rag flew.
We do not beat anything short and small,
we are in control
and make a turn around us.
I still love you,
after all this time ...
I still love you,
we often do not make it easy
and yet I still love you
There were already bad crises in our country
as is usual with couples.
But always then you have proven
how tough and brave you are.
I broke, I know,
sometimes off and then stayed
far too long away,
you did not understand
but at some point I came home
then many a loud bad word fell
but in the end the realization remained:
I still love you,
after all this time ...
I still love you,
we often do not make it easy
and yet I still love you
We know our weak sides
and we see each other through quickly.
No sooner does it happen that we fight once,
and if so, a thick coat protects us.
Everything is going according to plan,
we bridge every gap,
because with time came the habituation.
Come on, be spontaneous again
and go up in the air like in the old days
how beautiful was always reconciliation.
I still love you,
after all this time ...
I still love you,
we often do not make it easy
and yet I still love you

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Samstag, 21. April 2018

Wochenrückblick





Jetzt sind auch meine Magnolien am Blühen und nun holt alles auf, 
was hier noch weit zurück war.
In dieser Woche, da der Frühling nahtlos in den Sommer überging.
Ich kann gar nicht so schnell schauen und staunen...








Die Katzen geniessen Outdoor-Zeit.
Wirkt manchmal ganz friedlich, aber die Fehde geht weiter.
Ist ja auch unverschämt, wie der Nachbarskater ständig hier rein kommt,
 alles Futter verputzt und sich auf ihren Plätzen breit macht.
So friedlich Merula ist und eigentlich nur mit abgewandtem Kopf an ihm vorbeigehn will, aber wenn Murrer dann noch stänkert, dann gibt es natürlich wieder Hiebe und Geschrei.
Murrer kann nicht akzeptieren, hier NICHT zu wohnen, das ist das Problem 
(und ich kaufe mich arm an teurem Diät-Trockenfutter, 
was dann meist in der falschen Katze verschwindet)



Im Garten im Faulenzer gelesen, mit Katze auf dem Bauch, streichelnd 
(wer sagt da noch, dass ich nicht multitaskingfähig bin - )



Ansonsten ist mir manchmal richtig übel vor Schmerzen 
und ich hab teils wieder Tabletten geschluckt.
Musste nur damit wieder aufhören, weil ich nächsten Mittwoch
 zum Blutspenden gehen will.
Längst sind auch Schlafstörungen, Erschöpfung und andere Begleitsymptome dazu gekommen... so dass ich momentan total am Ende bin
 und diese Woche kaum etwas geschafft hab.

Das einzige Medikament, was mir ursächlich hilft und nicht nur Schmez ausschaltet, verschreibt mir leider niemand. Hausärzte dürfen es nicht und der einzige erreichbare Orthopäde tut es nicht. Termin bekommt man dort nur mit Überweisung und nach monatelanger Wartezeit. Bis dahin hat es sich dann von selbst erledigt, 
das ist der der Vorführeffekt.
Akute Fälle wie Verstauchungen, Bänderrisse etc. werden von dieser Praxis
 aus gleich unbesehen zur Notaufnahme des Klinikums dirigiert.
 Aber ein Fall für die Notaufnahme bin ich ja nun wahrhaftig nicht!
Und kein Arzt glaubt mir, weil ich ja trotz aller Schmerzen und Geheinschränkungen
 durch Wegknicken immer noch hypermobil bin, jeden Beweglichkeitstest 
wesentlich besser bestehe, als andre Patienten mit 58.
Eine Möglichkeit, hier jemals im Akutfall ärztliche Hilfe zu bekommen,
habe ich nicht. Kann ich es nur auch diesmal wieder durchstehn.
Gestern war es endlich besser, heute wieder genauso schlimm.
Braucht eben seine Zeit.

(Felsenbirne)

Jetzt wünsche ich Euch ein schönes Frühlingswochendende
und ich werde meins natürlich auch geniessen. Trotz alledem.


Mittwoch, 18. April 2018

Exactly now





This morning I saw you stop & close your eyes & breathe in this exactly now & then your eyes opened deep & green & suddenly the world had no edges & seeing you in the clear light was my exactly now & while it was a simple thing, I never imagined life could be as big as this.

- storypeople -









Montag, 16. April 2018

Farbensüchtig...



...war ich schon immer.
Also habe ich mich sehr über Astrids Monatsthema Farben gefreut.




I

Ich mag alle Farben und brauche sie wie die Luft zum Atmen,
 nur Gelb vielleicht etwas weniger.
 Aber auch das kommt in meiner Umgebung oft (genug) vor.
Ganz besonders mag ich die kühleren Töne, alle Schattierungen von Blau, 
Türkis, Grau, Lila, Mintgrün etc.
Aber ich brauche auch warmes Rot und Orange, besonders zur Winterzeit.



II

Ob in Kleidung, Wohnung oder beim Bloggen: ich mag das Spiel mit den Farben und strebe dabei meist nach Harmonie (mit kleineren Kontrasten).
Oft bringe ich vorbereitete Beiträge nicht, weil die Farben sich nicht 
ins Gesamtbild der Blogseite einfügen.
Naja, meine Wochenrückblicke haben dieses Prinzip jetzt ziemlich aufgelöst, da sind zu viele spontan-Fotos drin. Die eben nicht passen. Deshalb überlege ich auch schon, diese Wochenrückblicke wieder abzuschaffen. Zurückzukehren zum ursprünglichen Blog-Konzept, der sich farblich harmonisch aneinanderfügenden Beiträge.

III

Meine Lieblingsfgarbe ist Blau.
Aber - und gerade dort - spiele ich mit Kontrasten und Komplementärfarben.
Erst dadurch entfaltet Blau seinen ganzen Zauber, finde ich.


IV

Ich hab oft den Gedanken, alle Bücher nach Farben zu sortieren.
Dagegen spricht die Vernunft, dass Themen und Sachgebiete besser sind, 
um in solch einem Riesenbestand überhaupt noch etwas zu finden.
Kompromiss: sie werden innerhalb der Themen dann etwas farblich angeordnet.
So gut das eben geht.


(die Mappen sind nach Nummern sortiert, nicht nach Farben, eins geht ja nur - )




V

Mein Lieblingsbuch über Farben ist von Willy Puchner - ein wunderbares Bilderbuch!
Und ganz viel darin zu entdecken.


Ich kann es nur jedem empfehlen, der Sinn für Farben, Worte und etwas Phantasie hat.




VI

Die Wände in meiner Behausung sind übrigens ganz altmodisch weiss.
Bis auf den unteren Korridorbereich, da herrscht ein zartes Orange von, 
ähnlich wie Puchners Buchcover.


Es ist einfach so, dass ich kein Renovierungsfanatiker bin (bei Lehmwänden 
eine Riesensauerei) und man sich auch ziemlich vertun kann.
Eine Dachkammer war mal intesiv Lachsrot - auf der Rolle war es  ein toller Farbton.
 Aber seit sie nun ebenfalls weiss ist, wirkt sie wesentlich grösser.

Ich mag Abwechslung und stelle diese gern durch Textilien, Bilder und Deko her, 
da habe ich mit neutral-weissen Wänden einfach den grössten Spielraum.
Auch Möbel sind bei mir teilweise weiss oder in hellem Holzton.
Für dunkle Möbel ist das Haus einfach zu klein.

(Zufalls-Ecke, wie sie nun mal grade aussieht)


VII

Einige mehr zufällige Umgebungsfarbstimmungen

Staubgefässe:


Küchenregal:


Gruuscht-Ecke:


Kleiderschrank:


So, das waren mal einige Farben meines Lebensbereichs.


VIII

Nachdem ich seinerzeit zu einer Schneiderlehre gezwungen wurde, 
für die mein Geschick niemals ausgereicht hat...
 bin ich später eher zufällig Textilgestalterin geworden.
Den Umgang mit Maschine und Material hatte ich nun einmal gelernt 
und Farben waren immer meine Freude.


Ich habe vor allem Bilder genäht, die vom Lichteinfall lebten, denn jeder Stoff hat unterschiedlichen Glanz und Reflexion. Oft nahm ich eigene Fotos als Inspiration, die dann aber nicht mehr wieder zu erkennen waren - brauchten sie auch nicht!

(nach einem Foto aus einer verlassenen Fabrik)

Allerdings liegt das schon sehr lange zurück (seit der Währungsunion ging es
 nur noch abwärts bis zum AUS) und davon ist kaum etwas geblieben.
Habe meist  nicht einmal Fotos gemacht von den verkauften Stücken.
So etwas wirkt nur im Original und lässt sich auf Fotos doch nicht wiedergeben.

(mit den Bahn durch Magdeburg gefahren, entstand dieser Eindruck)


IX

Zeitweise habe ich auch gemalt, am liebsten mit Acrylfarben, weil sie so leuchtend sind und schnell trocknen - ich wollte immer am selben Tag noch fertig werden mit dem Bild, denn am nächsten Morgen galt es längst ein Neues "festzuhalten"...
Aber auch das ist schon lange her. 
Irgendwann wünsche ich mir aber doch wieder genug Freiraum vom Alltag
um mit Pinsel und Farben einen neuen Anfang zu finden.
Die Freude an Farben habe ich mir ja immer bewahrt.
Ohne Farben kann ich nicht leben.
Nur malen konnte ich irgendwann einfach nicht mehr.
Ich muss das erst ganz neu lernen.

X

Zu guter letzt noch mein Gartenzaun.
Wieso sollte man eigentlich nur beim Stricken die Reste verwerten? ;-)




At the window





A popular band from GDR, what I've liked in my young years



Translation found here

At the Window

To know for once, this will last forever
Is not a frenzy that is already complaining about the night
Is not the lustre of colour nor the shine of candles
Already chased away by the grey of the morning
To comprehend for once, to feel it deep in the blood
This here is mine and it is only because of you
Not cooling off the forehead at the window anymore
Where a heavy mist was passing by
To comprehend for once, to feel it deep in the blood
This here is mine and it is only because of you
A bird is moaning, oh, my plumage, too
Is wetted by the rain when I fly through the world
When I fly through the world

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Samstag, 14. April 2018

Wochenrückblick





"Die marmorne die steinkühle
die vorfrühlingsgraue Zauberei..." 
 (Fr. Mayröcker)



Jetzt ist wieder die Zeit solcher Tage und oft denke ich diese Worte am Morgen.
Sie kommen mir so in den Sinn, wenn ich die Luft schnuppere und das Licht.
Und früh im Dunkel lärmen die Vögel in Stereo
(nein, kein Scherz, denn gerade im Dunkeln, das Fenster geöffnet, erzeugen die 
unzähligen Vogelstimmen für mich ein ganz besonderes weites Raumgefühl)



Doch es hat auch Tage gegeben voller Sonnenschein.
Fast schon ein wenig Sommer.
Das Mittagessen draussen auf dem Dach serviert.
In dieser Woche zweimal.



Am Montag mit Ghislana (Jahreszeitenbriefe) 
einen Spaziergang durch den Park gemacht.
Es ist so selten, dass es Begegnungen für mich gibt, andere Menschen.


Im Baum vor dem Palmenhaus hängt immer noch die Lichterkette des Cafés.
Doch das ist nun auch längst Geschichte.
Unrühmliche mal wieder.
Ein junger Investor (von auswärts) wollte das Gebäude sanieren für ein Café.
Und bis dahin hat er einfach einen Wagen auf den Platz davor gestellt.
Paar Tische, Bänke, eine Hängematte in der Bäumen -
es war einfach wunderschön dort und die Besucher angehnem
 und nicht so erzkonservativ oder Touristen.
Aber so geht das natürlich nicht in dieser Stadt und da finden sich
 allemal Wege zur Vertreibung.
Schade, denn es wäre genau "unser Ort" gewesen!
Den es sonst hier nirgendwo gibt.
Nicht geben soll, Ansätze dafür gab es genug...



In Anbetracht des milden Wetters einige Blumentöpfe aus dem Haus 
schon in die Sommerfrische geschickt.



Auch Begonien habe ich teils schon eingetopft
alle, die bereits zu treiben begonnen hatten.



Quasie über Nacht sind die Forsythien erblüht und als es
Mittwoch mittag zu regen begann
roch die Luft schon wieder nach Staub, wie im Sommer.

Donnerstag Tafeltag, Schlange stehn, Gemüse putzen...


Magnetworte von Ghisalana bekommen, freu.

Ansonsten bringen die Schmerzen mich bald um.
Ich hätte nicht gedacht, dass sie noch steigerungsfähig wären.
Hoffe, die Phase ist bald vorbei und ich kann irgendwann wieder
 ohne Unterstützung laufen.


*

Das Lied der Woche singt heute Wachtang Kikabidse 
"Ballade vom Hund"

Titel des Gedichtes ist eigentlich "Für meinen Hund"
und geschrieben hat es Jewgenij Jewtushenko 1958.




Schwarze Nase drückt sich sehnsüchtig ans Glas
der Hund wartet auf wen, wartet auf irgendwas.

Ich versenk meine Hand tief hinein in sein Fell
Denn auch ich erwart irgendwen der nicht zur Stell.

Sag weisst du es noch, Hund, es gab so eine Zeit
da lebt' hier die Frau, die jetzt fort ist so weit.

Doch was war war sie für mich, was war sie genau -
keine Schwester, nein, und doch auch keine Frau

wie eine Tochter manchmal sie mir erschien
zur Hilfe hielt ich meine Hand ihr hin..

Sie ist nun weit fort. Beruhige dich.
Und es gibt keine Frau, keine andre für mich.

Du mein Hund bist so gut bist ein grossartig Tier
nur eins tut mir leid: du trinkst nicht mit mir!


(Kleine Nachdichtung von mir, war ganz einfach)

*
В стекло уткнувши черный нос,
все ждет и ждет кого-то пес.

Я руку в шерсть его кладу,
и тоже я кого-то жду.

Ты помнишь, пес, пора была,
когда здесь женщина жила.

Но кто же мне была она —
не то сестра, не то жена,

а иногда, казалось,— дочь,
которой должен я помочь.

Она далеко... Ты притих.
Не будет женщин здесь других.

Мой славный пес, ты всем хорош,
и только жаль, что ты не пьешь!

1958
Евг. Евтушенко. Взмах руки. Стихи.
Москва: Молодая гвардия, 1962.